Freireligiöse

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Mainz

 

 

 

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Freireligiöse Gemeinde Mainz

 

 

* Verfassung der Freireligiösen Gemeinde Mainz

    vom 9. 6. 1991 (StAnz. Rh.-Pfalz - 1992, S. 44).

 

* Grundgedanken der Freireligiösen Gemeinde Mainz

   Anlage zur Präambel der Verfassung vom 9. 6. 1991,

   durch den Gemeinderat beschlossen am 17.3. 1992.

 

* Amtliche Verlautbarung zur Mitgliedschaft

   in der Freireligiösen Gemeinde Mainz

   Beschluss des Gemeinderates der Freireligiösen Gemeinde Mainz vom 9. 5. 1989.

 

 

 

 

 

Verfassung der Freireligiösen Gemeinde Mainz

vom 9. 6. 1991 (StAnz RLP 1992 S. 44)

 

 

Präambel

 

Die Freireligiöse Gemeinde Mainz ist ein Zusammenschluss von Menschen, die willens sind, sich ihr Weltbild auf der Grundlage der Wissenschaft, des Humanismus, der Freiheit und Verantwortung des einzelnen immer neu zu entwickeln.

Ihre Grundhaltung ist die Ehrfurcht vor den vielfältigen Seinsformen, die sich in der Natur, dem Menschen und dem Universum offenbaren. Ihr sittliches Streben orientiert sich an den Gesetzen der Natur, der Menschenwürde, der freien Entwicklung des einzelnen zum Wohle der Gemeinschaft. Sie sehen das Fortleben des Menschen in seinen Werken und fühlen sich so der Vergangenheit wie der Zukunft verpflichtet. Als freie religiöse Menschen richten sie ihr Leben an der Verantwortung sich selbst, den Menschen, aller Natur und den allen innewohnenden aufbauenden Kräften des Lebens gegenüber aus.

Zur genaueren Erläuterung wird in diesem Zusammenhang auf die Grundgedanken der Freireligiösen Gemeinde Mainz verwiesen.

Frei von dogmativer Bindung, tolerant gegenüber anderem Glauben und anderer Weltanschauung anerkennen und fördern die Freireligiösen den demokratischen verfassten, pluralistischen Staat.

 

Die Freireligiöse Gemeinde Mainz gibt sich folgende Verfassung:

 

 

I. Wesen und Aufgaben der Freireligiösen Gemeinde

 

Artikel 1

Die Freireligiöse Gemeinde Mainz ist aus der im Jahre 1844 ins Leben gerufenen deutschkatholischen Bewegung entstanden. Die Gründung der Gemeinde Mainz erfolgte am 27. Februar 1847. Sie erhielt die Korporationsrechte und die staatliche Anerkennung durch die Hessische Regierung am 24. Juni 1863 und nahm durch Beschluss der Gemeindeversammlung vom 19 November 1911 nach Genehmigung durch die Großherzogliche Hessische Regierung (Verfügung vom 3. Februar 1912) den Namen "Freireligiöse Gemeinde Mainz" an. Am 19. November 1923 wurde sie durch Kabinettbeschluss des Hessischen Ministerium des Innern als Körperschaft des öffentlichen Rechts bestätigt.

Die Freireligiöse Gemeinde Mainz hat ihren Körperschaftsstatus nach 1945 durch Artikel 140 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Fortgeltung des Artikels 137 (5) der Weimarer Reichsverfassung) sowie Artikel 43 der Landesverfassung von Rheinland-Pfalz bewahrt.

 

Artikel 2

Die Freireligiöse Gemeinde Mainz vereinigt Freireligiöse in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen, die Freireligiösen Gemeinden Essenheim bei Mainz sowie die rechtsrheinisch gelegenen Freireligiösen Gemeinden Ginsheim und Nauheim. Sie hat ihren Sitz in Mainz. Die Zweiggemeinden Essenheim, Ginsheim und Nauheim verwalten sich selbständig durch ihre Vorstände, sind jedoch organisatorisch in die Gesamtgemeinde Mainz eingegliedert mit allen Rechten und Pflichten.

 

Artikel 3

Die Freireligiöse Gemeinde verwaltet ihre Angelegenheiten durch die Gemeindeversammlung und den von ihr gewählten Gemeinderat. Sie hat im Rahmen der Staatsgesetze freies Bestimmungsrecht über ihre Lehren, Einrichtungen und Gebräuche. Alle Rechte zur Leitung und Vertretung gehen von der Gesamtgemeinde aus.

 

Artikel 4

Der Pflege des Gemeindelebens dienen:

1.    Feierstunden,

2.    Religiöse Feiern anlässlich der Geburt, der Jugendweihe, der Hochzeit und des Todes,

3.    Religionsunterricht,

4.    Veröffentlichungen,

5.    Vorträge und Gruppenarbeit sowie Arbeitskreise zur Vertiefung des religiösen und allgemeinen Gedankengutes,

6.    Religiöse Beratung und Betreuung,

7.    Jugendarbeit,

8.    Gesellige Veranstaltungen.

 

 

 

II. Mitgliedschaft

 

Artikel 5

Die ordentliche Mitgliedschaft wird erworben:

1.    Für religionsunmündige Kinder in Form der Anmeldung durch Eltern oder Erziehungsberechtigte,

2.    durch Jugendweihe,

3.    durch Abgabe einer schriftlichen Beitrittserklärung beim Gemeindeamt der Freireligiösen Gemeinde Mainz,

4.    durch Zuzug; Freireligiöse, die vorher Mitglied einer anderen steuererhebenden Freireligiösen Gemeinde waren und in den Bereich des ehemaligen Regierungsbezirks Rheinhessen ziehen, werden dadurch Mitglied der Freireligiösen Gemeinde Mainz.

Es können nur Personen ordentliches Mitglied werden, die keiner anderen Religionsgemeinschaft angehören. Die näheren Umstände regelt die jeweils gültige Amtliche Verlautbarung zur Mitgliedschaft in der Freireligiösen Gemeinde Mainz. Über Aufnahmegesuche entscheidet der Gemeindevorstand. Bei Ablehnung eines Gesuches steht dem Antragsteller ein Einspruchsrecht beim Gemeinderat zu, dessen Entscheidung endgültig ist.

 

Artikel 6

Jedes Mitglied der Freireligiösen Gemeinde hat das Recht, alle in Artikel 4 genannten Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, Beschwerden beim Gemeinderat anzubringen, falls berechtigt, das aktive oder passive Wahlrecht auszuüben, Anträge, zu Gemeindeversammlungen zu beantrage und/oder mitzuunterzeichnen.

 

Artikel 7

Personen, die einer anderen Religionsgemeinschaft angehören, oder aus einem anderen Grunde der Freireligiösen Gemeinde Mainz nicht als ordentliches Mitglied beitreten wollen, können als Gesinnungsfreunde geführt werden. Sie gelten als außerordentliche Mitglieder Dies gilt auch für diejenigen Personen, die auf Grund einer Wohnsitznahme außerhalb der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen nicht mehr ordentliche Gemeindemitglieder sind. Die in Artikel 4 genannten Einrichtungen der Freireligiösen Gemeinde Mainz stehen auch ihnen zur Verfügung. Das Nähere regelt die jeweils gültige Amtliche Verlautbarung zur Mitgliedschaft in der Freireligiösen Gemeinde Mainz.

 

Artikel 8

Bis zum Abschluss des 14. Lebensjahres beziehungsweise bis zur Jugendweihe gelten die ordentlichen Mitglieder als religiös unmündig. Sie können an allen Veranstaltungen der Freireligiösen Gemeinde teilnehmen. Danach sind sie religiös selbständig, haben jedoch noch kein Stimmrecht in der Gemeindeversammlung. Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Nach Vollendung des 21. Lebensjahres sind die Mitglieder für Gemeindeämter und in den Gemeinderat wählbar. Die Rechte als stimmberechtigtes Mitglied verliert, wer entmündigt ist oder die bürgerlichen Ehrenrechte verloren hat.

 

Artikel 9

Die Mitgliedschaft in der Freireligiösen Gemeinde endet:

1.    durch Tod,

2.    durch Austritt aus der Freireligiösen Gemeinde Mainz,

3.    durch Wegzug aus dem Bereich der Freireligiösen Gemeinde Mainz (siehe Artikel 2),

4.    durch Ausschluss aus der Freireligiösen Gemeinde Mainz.

Der Austritt aus der Freireligiösen Gemeinde Mainz richtet sich nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

Mitglieder, welche den Bestrebungen und Zielen der Freireligiösen Gemeinde Mainz und ihrer Verfassung zuwiderhandeln, können durch Beschluss des Vorstandes der Freireligiösen Gemeinde Mainz ausgeschlossen werden. Gegen den Beschluss kann Widerspruch beim Gemeinderat binnen einer Frist von zwei Wochen, beginnend am Tage nach Eingang der Mitteilung, erhoben werden. Gegen den Beschluss des Gemeinderates kann binnen zwei Wochen Einspruch bei der Gemeindeversammlung eingelegt werden, die endgültig entscheidet. Bis zur Entscheidung der Gemeindeversammlung ruht die Mitgliedschaft.

 

 

 

III. Organe der Gemeinde

 

Artikel 10

Die Organe der Gemeinde sind:

1.    Gemeindeversammlung,

2.    Gemeinderat,

3.    Gemeindevorstand.

 

Gemeindeversammlung

 

Artikel 11

Der Gemeindeversammlung steht die Entscheidung in allen Gemeindeangelegenheiten zu, die nicht zur laufenden Verwaltung gehören, insbesondere:

1.    Entgegennahme der Berichte der/des Vorsitzenden und der/s PfarrerIn,

2.    Entgegennahme der Berichte der/s SchatzmeisterIn und der Rechnungsprüfer,

3.    Entlastung der/s SchatzmeisterIn und des Gemeindevorstandes,

4.    Genehmigung des Haushaltsvoranschlages,

5.    Wahl des Gemeinderates, der Ersatzleute, der Abgeordneten für Verbände und der beiden Rechnungsprüfer,

6.    Entscheidung über Erwerb und Veräußerung von Besitztümern,

7.    Entscheidung über Anträge und Beschwerden,

8.    Entscheidungen über Zugehörigkeit der Freireligiösen Gemeinde zu Verbänden und Körperschaften,

9.    Änderung der Gemeindeverfassung.

Die Punkte 1-5 bilden die ersten Punkte der Tagesordnung jeder ordentlichen Gemeindeversammlung. Über nicht in der Tagesordnung aufgeführte Anträge kann die Gemeindeversammlung bei Einspruch nicht beschließen. Die mindestens fünf Tage vor der Gemeindeversammlung bei dem Gemeindeamt zu Händen der/s Vorsitzenden schriftlich eingereichten Anträge sind unter "Anträge und Verschiedenes" zu behandeln und müssen stets den letzten Punkt der Tagesordnung bilden.

 

Artikel 12

In der ersten Hälfte jedes dritten Jahres findet die ordentliche Gemeindeversammlung statt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Außerordentliche Gemeindeversammlungen müssen abgehalten werden, wenn sie der Gemeinderat beschließt, oder wenn mindestens 100 stimmberechtigte Gemeindemitglieder sie unter Angabe der vorzubringenden Anträge schriftlich beim Gemeindeamt beantragen. Die Einberufung der Gemeindeversammlung erfolgt durch den Gemeinderat. Die Einladung hat mindestens 14 Tage vorher zu ergehen. Die Bekanntmachung erfolgt durch Veröffentlichung in der örtlichen Tagespresse oder gemeindeintern unter Angabe der Tagesordnung. Außerordentliche Gemeindeversammlungen, die aus der Gemeinde heraus beantragt werden, müssen spätestens einen Monat nach Eingang des Antrages abgehalten werden.

 

Artikel 13

Jede vorschriftsmäßig einberufene Gemeindeversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Die Beschlüsse der Gemeindeversammlung werden, soweit sie nicht Verfassungsänderungen betreffen, durch einfache Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Die Abstimmungen erfolgen in der Regel durch Handaufheben.

Namentliche Abstimmungen finden statt, wenn ein dahingehender Antrag von mindestens zehn Mitgliedern unterstützt wird. Auf Wunsch werden Abstimmungen und Wahlen geheim durchgeführt.

 

Gemeinderat

 

Artikel 14

Der Gemeinderat besteht aus:

1.    Maximal 15 von der Gemeindeversammlung zu wählenden Mitgliedern. Sie werden für sechs Jahre gewählt; alle drei Jahre scheidet die Hälfte, nämlich die Dienstältesten, aus. Bei 15 Gemeinderäten sind dies einmal 7 beziehungsweise 8. Bei einer geringeren Anzahl von Gemeinderäten wird entsprechend verfahren. Wiederwahl ist zulässig. Die Mitgliedschaft im Gemeinderat ist ehrenamtlich.

Außerdem können maximal drei Ersatzleute gewählt werden. Sie werden zu allen Gemeinderatssitzungen eingeladen. Bei Ausfall eines ordentlichen Mitgliedes treten sie nach dem Ergebnis ihrer Wahl in dessen Rechte ein.

Gemeindebedienstete und deren Angehörige in gerader Verwandtschaftslinie sind nicht wählbar. Unter Gemeindebediensteten. die von der Wählbarkeit ausgeschlossen sind, ist der Personenkreis nach Artikel 20, 1 und 2 gemeint.

2.    Je einem Vertreter der Zweiggemeinden Ginsheim, Nauheim und Essenheim.

3.    Dem/r PfarrerIn mit beratender Stimme, soweit es um seelsorgerische Belange geht. Über die Teilnahme an den einzelnen Tagesordnungspunkten entscheidet die/der Gemeindevorsitzende oder im Verhinderungsfall sein/e StellverteterIn.

4.    Je einem Vertreter der Frauen- und Jugendgruppe sowie der oder die LeiterIn der. Altentagesstätte mit beratender Stimme. Die Teilnahme wird wie bei Punkt 3 geregelt.

 

Artikel 15

In allen Gemeindeangelegenheiten, die zur laufenden Verwaltung gehören und nicht der Beschlussfassung der Gemeindeversammlung vorbehalten sind, beschließt der Gemeinderat. Ihm obliegt:

1.    Die Überwachung der Verfassung, Beschluss von Ausführungsbestimmungen im Rahmen der durch die Verfassung vorgegebenen Aufgaben und die Verwaltung und Leitung der Gemeinde.

2.    Die Erstellung von Religionsgemeinschafts(Kultus)steuerordnungen und der Religionsgemeinschaftssteuerbeschlüsse einschließlich der Tabelle für das Kirchgeld in glaubensverschiedenen Ehen für die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen.

3.    Der Vollzug der Beschlüsse der Gemeindeversammlungen.

4.    Die Verwaltung des Vermögens.

5.    Die Vorbereitungen der Gemeindeversammlungen.

6.    Die Einstellung und Entlassung von Gemeindebediensteten.

7.    Die Bildung von Ausschüssen.

Die Gemeinderatssitzungen finden je nach Bedarf, mindestens aber dreimal jährlich statt; sie sind nicht öffentlich und werden vom/von der Gemeindevorsitzenden unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Der Gemeinderat ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Mitglied mehr als die Hälfte der Gemeinderatsmitglieder, darunter der Vorsitzende oder einer seiner Stellvertreter, anwesend sind; er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

 

Gemeindevorstand

 

Artikel 16

Der Gemeinderat wählt alle drei Jahre nach der Gemeindeversammlung aus seiner Mitte den Gemeindevorstand.

Der Gemeindevorstand besteht aus:

der/dem Gemeindevorsitzenden,

der/dem 1. und 2. StellvertreterIn,

der/dem Schatzmeisterln,

der/dem SchriftführerIn,

einer/m BeisitzerIn.

Der/die PfarrerIn nimmt mit beratender Stimme an den Vorstandssitzungen teil. Die Teilnahme der/des PfarrerIn erstreckt sich auf die Tagesordnungspunkte mit seelsorgerischem Inhalt. Über die Teilnahme an den einzelnen Tagesordnungspunkten entscheidet die/der Gemeindevorsitzende oder im Verhinderungsfall sein/e StellvertreterIn. Der Gemeindevorstand führt die laufenden Geschäfte und bereitet die Sitzungen des Gemeinderates vor.

 

Artikel 17

Die/der Gemeindevorsitzende oder im Falle ihrer/seiner Verhinderung einer seiner StellvertreterInnen leitet die Sitzungen des Gemeinderates und der Gemeindeversammlung.

Die/der Gemeindevorsitzende vertritt mit einem weiteren Mitglied des Gemeinderates die Gemeinde gerichtlich und außergerichtlich. Die Willenserklärungen verpflichten die Gemeinde nur dann, wenn sie die/der Gemeindevorsitzende und das weitere Mitglied des Gemeinderates schriftlich unter Beidrückung des Dienstsiegels abgeben. Hierdurch wird nach außen die Ordnungsmäßigkeit der Beschlussfassung festgestellt. Von allen Sitzungen des Gemeindevorstandes, des Gemeinderates und allen Gemeindeversammlungen hat die/der SchriftführerIn eine Niederschrift zu fertigen. Hierzu genügt ein Beschlussprotokoll, in dem der Wortlaut der Beschlüsse sowie das Abstimmungsergebnis zu dem jeweiligen Beschluss enthalten ist. Die Niederschriften sind von der/vom Gemeindevorsitzenden und der/dem SchriftführerIn abzuzeichnen und mindestens zehn Jahre aufzubewahren.

 

Artikel 18

Die Rechnungsführung wird mindestens einmal jährlich von den gewählten RechnungsprüferInnen geprüft.

 

Artike1 19

Bei Unstimmigkeiten über Rechte und Pflichten von Gemeindemitgliedern, des Gemeinderates, der/des Gemeindevorsitzenden und anderer Gremien, die sich aus der Deutung und Auslegung dieser Verfahrensweise ergeben, kann von jedem Beteiligten die nächste Gemeindeversammlung angerufen werden.

 

 

 

IV . Gemeindebedienstete

 

Artikel 20

Gemeindebedienstete sind:

1.    der/die PfarrerIn,

2.    der/die GemeindesekretärIn,

3.    der/die OrganistIn,

4.    der/die HausmeisterIn.

Weitere Gemeindebedienstete können, den jeweiligen Erfordernissen entsprechend, eingestellt werden. Der Gemeinderat hat schriftliche Verträge mit den Gemeindebediensteten abzuschließen, die die rechtlichen Verhältnisse zwischen ihnen und der Gemeinde bestimmen.

 

Artikel 21

Zum/zur PfarrerIn kann eingestellt werden, wer über die entsprechende wissenschaftliche Vorbildung verfügt Die Bewerber müssen freireligiös sein und sich zum Übertritt in die freire1igiöse Gemeinde Mainz verpflichten.

Seine/Ihre Tätigkeit wird durch besondere Dienstordnung geregelt.

 

 

 

V. Finanzielle Grundlage der Gemeinde

 

Artikel 22

Die Freireligiöse Gemeinde Mainz erhebt eine Religionsgemeinschaftssteuer gemäß den Vorschriften der Landesgesetze über die Erhebung von Kirchensteuern in Hessen und Rheinland-Pfalz und ihrer Kultus- beziehungsweise Religionsgemeinschaftssteuerordnungen.

Mitglieder, die nicht zur Besteuerung nach den Maßstabsteuern des Kirchensteuergesetzes herangezogen werden können, sind verpflichtet, einen Beitrag an die Freireligiöse Gemeinde Mainz zu entrichten, der ihrem Einkommen oder Vermögen entspricht und dessen Höhe durch den Gemeinderat festgesetzt wird. Ebenso werden außerordentliche Mitglieder wie zum Beispiel Gesinnungsfreunde (siehe Artikel 7) behandelt. Dies gilt auch für Personen, die erst nach Eintritt in den Ruhestand Mitglied der Gemeinde werden.

 

 

 

VI. Substantielle Grundlagen

 

Artikel 23

Zur Verfassungsänderung ist nur die Gemeindeversammlung berechtigt. Änderungsanträge, soweit sie nicht vom Gemeinderat ausgehen, müssen von mindestens 100 der stimmberechtigten Mitglieder schriftlich gestellt werden. Die Beschlüsse müssen mit der Mehrheit von 2/3 der jeweils anwesenden Mitglieder gefasst werden. Verfassungsänderungen sind dem Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz anzuzeigen.

 

Artikel 24

Über die Auflösung der Freireligiösen Gemeinde Mainz müssen zwei Gemeindeversammlungen, die mindestens zwei und längsten sechs Wochen auseinanderliegen, mit 4/5-Mehrheit entscheiden. Im Falle der Auflösung der Freireligiösen Gemeinde Mainz fällt das verbleibende Reinvermögen einem zu bestimmenden Treuhänder zur Verwaltung zu, mit der Auflage, dass dieses Vermögen derjenigen Gemeinde ausgehändigt werden muss, die sich als erste wieder in Mainz bilde , mit religiösen Richtlinien, die ihrem Inhalt nach denen Freireligiöser Gemeinden zweifelsfrei entsprechen.

 

 

Diese Verfassung ist durch Beschluss der Gemeindeversammlung am 9. Juni 1991 in Kraft gesetzt worden. Damit verliert die Verfassung vom 10. März 1985 ihre Gültigkeit.

 

 

 

 

Anlage zur Präambel der Verfassung der Freireligiösen Gemeinde Mainz vom 9. Juni 1991

 

Grundgedanken der Freireligiösen Gemeinde Mainz

 

Im Wissen um die Geschichte und Tradition der Freireligiösen, deren oberstes Prinzip die freie Selbstbestimmung in allen religiösen Angelegenheiten sowie die Entwicklung einer auf die Bedürfnisse des Menschen bezogenen Religiosität ist,

-    gegründet auf dem Maßstab der Vernunft,

-    verpflichtet der Verantwortung für Mensch, Natur und Umwelt,

-    in Anerkennung der Vielfältigkeit der Lebens- und Weisheitsformen,

orientieren sich die Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde Mainz an folgenden Grundgedanken, in dem Bewusstsein, diese auf Grund sich verändernder Erkenntnisse und Bedürfnisse kritisch, zu hinterfragen:

 

1.

Religion ist grundlegendes Element der menschlichen Natur. Religion ist etwas

-       was den Menschen im Innersten bewegt,

-       was ihn zutiefst angeht,

-       was ihm wesentlich ist.

 

2.

Religiös ist der Mensch, der sich nicht gedankenlos vom Schicksal treiben lässt, sondern versucht, dem Leben einen Sinn zu geben. Das religiöse Bedürfnis ist das Bedürfnis, Sinn zu erfahren und Sinn zu stiften. Eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden zu haben, heißt religiös zu sein.

 

3.

Im Beziehungsgeflecht von Individuum und Gemeinschaft lassen sich unter anderem folgende

Funktionen der Religion benennen, die dem Menschen helfen können:

-       Anstoß und Hilfe zur Sinnfindung zu geben,

-       Rückhalt und Orientierung auf existentielle Fragen zu finden,

-       Krisensituationen anzunehmen und zu bewältigen - Wertorientierung zu finden,

-       Grunderfahrungen in größere Zusammenhänge zu stellen,

-       bestehende Verhältnisse zu hinterfragen,

-       gemeinschaftsbildend zu wirken.

 

4.

Freie Religion fordert den einzelnen auf, eigene Antworten auf existentielle Grundfragen zum erarbeiten. Sie gibt keine fertigen Antworten vor, bietet aber einen Rahmen an, indem sie

-       den Menschen auf sich selbst verweist, auf seine Kräfte, Fähigkeiten und Gefühle,

-       zum selbständigen und unabhängigen Suchen nach Wahrheit ermutigt,

-       zum solidarischen, die Rechte des anderen nicht verletzenden Handeln auffordert.

 

5.

Freireligiöse sind diesseitsorientiert, das heißt, sie glauben an die Einmaligkeit ihres Daseins, das sie durch ihr Tun und Lassen selbst verantworten, ohne sich auf eine überweltliche jenseitige Macht zu stützen.

 

6.

Die religiöse Haltung der Freireligiösen hat ihren Grund im Ergriffensein und positiven Annehmen einer Wirklichkeit, in der das Erforschliche und das Unerforschte zugleich enthalten sind. Sie sind sich bewusst, dass die uns bekannte Wirklichkeit nicht die letzte Wahrheit, das ganze Universum nicht die letzte Wirklichkeit ist.

 

7.

Freie Religion beruht auf der Idee der Ganzheitlichkeit und denkt eine Einheit von

-       Körper und Geist,

-       Mensch und Welt,

-       „Gott“ und Welt.

 

8.

Das Göttliche ist den Freireligiösen ein Sinnbild für die gestaltenden Kräfte und Ordnungsstrukturen im Naturbereich. Das einzigartige Denkvermögen des Menschen ist Teil davon, und nur er ist Träger des religiösen Gedankengutes und damit der Religion. Somit ist für Freireligiöse „Gott“ im besonderen Maße auch ein Symbol für des Menschen eigene Kräfte, die er in seinem Leben als Praxis von Vernunft und Liebe zu verwirklichen sucht.

 

9.

Menschen Freier Religion fühlen sich gebunden an das Prinzip der Ehrfurcht vor dem Sein und entwickeln eine religiöse Haltung, die das Mitgefühl und die Mitverantwortung für das Lebendige kultiviert.

 

10.

Die Wurzeln Freier Religion liegen in den das offizielle Kirchenchristentum kritisch hinterfragenden Bewegungen sowie in den Geistesbewegungen des Humanismus und der Aufklärung.

 

11.

Freireligiöse nutzen - soweit ethisch verantwortbar - Erkenntnisse der modernen Geistes- und Naturwissenschaft zur eigenen Wertebildung. In Fragen der Religion nehmen sie eine Haltung ein, die, ohne Preisgabe intellektueller Redlichkeit, praktisch lebbar ist.

 

12.

Innerhalb des Spektrums Freier Religion ist Raum für theologische Positionen, die von pantheistischen Ansätzen bis hin zu religiös-humanistischen Überzeugungen reichen.

 

13.

Freie Religion ist nicht gebunden an feststehende Glaubenssätze oder -bekenntnisse.

In der Freireligiösen Gemeinde Mainz haben sich Menschen zusammengeschlossen, die bereit sind, ihr religiöses Bewusstsein zu vertiefen.

Ihre Religion ist frei, weil sie unabhängig von den durch Kirchen geheiligten Glaubenssätzen (Dogmen) ist.

Sie sind religiös, weil sie sich um eine eigene Haltung dem Leben, der Natur und dem Kosmos gegenüber bemühen.

Diese innere Haltung ist durch eine Gemeinschaft getragen, die den Lebensgang des einzelnen leitet, ein aktives Gemeindeleben fördert und ihr besonderes religiöses Interesse nach außen vertritt.

 

Als Anlage zur Gemeindeverlassung durch den Gemeinderat beschlossen am 17. März 1992.

 

 

 

 

Amtliche Verlautbarung zur Mitgliedschaft in der Freireligiösen Gemeinde Mainz

 

 

Zum geltenden Mitgliedschaftsrecht der Freireligiösen Gemeinde Mainz wird hierdurch folgendes ausgeführt:

 

I. Grundsätzliches

 

1.    Den Rahmen für das Mitgliedschaftsrecht bildet die jeweils gültige Gemeinde-Verfassung sowie die speziell die Kirchen und Religionsgemeinschaften tangierenden staatlichen Bestimmungen.

Die Freireligiöse Gemeinde Mainz führt ein Verzeichnis über ihre Mitglieder im Rahmen der Bestimmungen des Meldegesetzes und ihrer Datenschutzordnung.

2.    Die gesetzlichen Regelungen zum Kirchensteuereinzug durch die Finanzbehörden gelten, die Freireligiöse Gemeinde Mainz betreffend, seit 1. 1. 1987 für die beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen. Ordentliche Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde Mainz sind solche mit Wohnsitz in einem der vorgenannten Bundesländer. Gesinnungsfreunde im Sinne des Artikel 7 der Gemeindeverfassung gelten als außerordentliche Mitglieder.

3.    Die Freireligiöse Gemeinde Mainz macht, entsprechend den Bestimmungen der jeweils geltenden Meldegesetze in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen, von dem Recht Gebrauch, sich, ebenso wie andere öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften, die Daten ihrer Mitglieder von den Meldebehörden übermitteln zu lassen. Die hierzu erforderliche Datenschutzordnung ist in beiden genannten Bundesländern jeweils durch den Innenminister anerkannt.

4.    Die Freireligiöse Gemeinde Mainz vermutet, dass alle von den Meldebehörden als freireligiös registrierten Personen mit dem Konfessionskürzel "FM" Mitglieder dieser Gemeinde sind. Wer dennoch eine nicht bestehende Mitgliedschaft geltend macht, hat der Freireligiösen Gemeinde Mainz und der Meldebehörde gegenüber den Nachweis der Nichtmitgliedschaft zu führen.

Dies kann z. B. geschehen durch eine nach den gültigen gesetzlichen Regelungen zum Austritt aus einer Kirche oder Religionsgemeinschaft angefertigten amtlichen Austrittsbescheinigung oder bei verheirateten Personen durch Vorweis des Familienstammbuches mit einem Austrittsvermerk (freiwilliger Eintrag durch den Standesbeamten) oder durch Nachweis der gültigen Mitgliedschaft in einer anderen öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft. Die Nachweispflicht obliegt den Betroffenen.

Nicht geeignet für den Nachweis einer nicht bestehenden Mitgliedschaft ist z. B. der Hinweis auf das fehlende Konfessionskürzel auf der Lohnsteuerkarte, ebensowenig wie Hinweise auf fehlende Kontakte zur Gemeinde oder Nichtbezug der Gemeinde-Zeitschrift.

5.    Die Freireligiöse Gemeinde Mainz geht davon aus, dass alle in der Gemeindedatei registrierten Personen die Mitgliedschaft besitzen. Sie behält sich deshalb vor, die Meldebehörden

a)    bei fehlendem Eintrag der Religionszugehörigkeit ihrer Mitglieder zur Registrierung des Kürzels "FM" im Melderegister zu veranlassen,

b)    bei einem Eintrag, der ihre Mitgliedschaft irrtümlich einer anderen Religionsgemeinschaft zuweist, über die Registrierung der betroffenen Personen in der Gemeindedatei zu unterrichten und weiteres zur Klärung des Sachverhaltes zu veranlassen.

 

 

II. Erwerb der Mitgliedschaft in der Freireligiösen Gemeinde Mainz

 

Es können nur solche Personen ordentliche Mitglieder werden, die keiner anderen Religionsgemeinschaft angehören.

Folgende Möglichkeiten zum Erwerb der Mitgliedschaft werden bislang und in Zukunft bis auf Widerruf in Übereinstimmung mit der Gemeindeverfassung, den gesetzlichen Bestimmungen und der Praxis des Meldewesens bei den Meldebehörden für Recht erkannt:

 

1.       Anmeldung

1.1     Anmeldung nicht religionsmündiger Kinder (negative Mitgliedschaft). Sie kann geschehen durch:

1.1.1     Die Abgabe einer an keine Form gebundenen Beitrittserklärung beim Gemeindeamt im Sinne des Gesetzes über religiöse Kindererziehung.

1.1.2     Die Registrierung in der Gemeindedatei, wenn die Kinder der Meldebehörde als Mitglied der Freireligiösen Gemeinde Mainz benannt wurden; dies kann in Übereinstimmung mit der Praxis des Meldewesens z. B. zustande kommen, wenn

a)    der oder die Erziehungsberechtigten z. B. nach Umzug beim Ausfüllen des Meldebogens die Kinder als Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde Mainz angeben,

oder

b)    der oder die Erziehungsberechtigten die Kinder beim Standesamt als Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde Mainz registrieren lassen und die Konfession der Kinder nach Datenabgleich zwischen Standesämtern und Meldebehörden in die Einwohnerdatei gelangt.

1.2.       Anmeldung religionsmündiger Personen (positive Mitgliedschaft).

Sie kann geschehen durch:

Die persönliche Anmeldung religionsmündiger, natürlicher, rechtsfähiger Personen.

Der Beitritt religionsmündiger Personen beim Gemeindeamt geschieht durch Abgabe eines Beitrittsgesuches und nach dessen Befürwortung durch Ausstellen einer Aufnahmeurkunde.

Über alle Beitrittsgesuche entscheidet der Gemeindevorstand. Bei Ablehnung eines Gesuches steht dem Antragsteller ein Einspruchsrecht beim Gemeinderat zu, dessen Entscheidung endgültig ist. Bei jeder Anmeldung wird davon ausgegangen, der Versicherung des Antragstellers oder seiner gesetzlichen Vertreter, keiner anderen Religionsgemeinschaft anzugehören, Glauben schenken zu können.

 

2.       Freireligiöse Taufe

Die Taufe bedeutet nicht die Aufnahme in die Freireligiöse Gemeinde Mainz. Sie ist jedoch als Amtshandlung nur für Gemeindemitglieder durchzuführen. Somit setzt die Taufe die Mitgliedschaft des Täuflings voraus, die zuvor beantragt worden sein muss. Der Antrag auf Mitgliedschaft wird in der Regel vorausgesetzt, sobald die gesetzlichen Vertreter die Taufe wollen. Die Einträge im Taufbuch gelten damit als Nachweis der Mitgliedschaft.

 

3.       Jugendweihe

Die Teilnahme an der Jugendweihe ist für die religionsmündig gewordenen Kinder ein Akt des feierlichen Bekennens zu ihrer Mitgliedschaft in der Gemeinde. Freireligiöse Jugendliche, die nicht an der Jugendweihe teilnehmen, gelten dennoch weiter als Mitglieder. Für Jugendliche, die zuvor nicht Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde Mainz waren, gilt die Jugendweihe als Aufnahme.

 

 

III. Verlust der Mitgliedschaft

 

Die ordentliche Mitgliedschaft endet:

1.    durch Fortzug aus dem Verbreitungsgebiet der Freireligiösen Gemeinde Mainz.

Jede Mitgliedschaft endet:

1.    mit dem Wirksamwerden der nach staatlichem Recht zulässigen Austrittserklärung,

2.    durch Tod,

3.    durch Ausschluss.

 

 

IV. Rechte und Pflichten ordentlicher und außerordentlicher Mitglieder

 

1. Ordentliche Mitglieder

Pflichten:      - Beteiligung an der Finanzierung der Freireligiösen Gemeinde Mainz

- Einhalten der Gemeindeverfassung,

- Mitteilung über Änderung der persönlichen Daten (Hochzeit, Scheidung, Anschriftenänderung, Namensänderung etc.).

Rechte:         - Beteiligung an der Selbstverwaltung der Freireligiösen Gemeinde Mainz im Rahmen der Verfassung,

- Inanspruchnahme aller Amtshandlungen durch die Freireligiöse Gemeinde Mainz,

- Teilnahme an allen Aktivitäten, Angeboten und religiösen Feiern der Freireligiösen Gemeinde Mainz.

 

2. Außerordentliche Mitglieder

Pflichten:      - Beteiligung an der Finanzierung der Freireligiösen Gemeinde Mainz,

- Einhaltung der Gemeindeverfassung,

- Mitteilung über Änderungen der persönlichen Daten (Hochzeit, Scheidung, Anschriftenänderung, Namensänderung etc.)

 

Rechte:       - Inanspruchnahme von bestimmten Amtshandlungen durch die Freireligiöse Gemeinde Mainz, u. U. gegen Gebühren,

- Teilnahme an allen Aktivitäten, Angeboten und religiösen Feiern der Freireligiösen Gemeinde Mainz.

 

 

Beschluss des Gemeinderates

der Freireligiösen Gemeinde Mainz vom 9. 5. 1989.

 

 

 

 

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