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Newsletter Nr. 36     –     4. Februar 2022

„Ohne Beweise etwas akzeptieren,

was jemand ohne Kenntnisse erzählt"

ist eine von vielen Definitionen von „glauben" (aus „Des Teufels Wörterbuch" von Ambrose Bierce).

Seit Beginn der Pandemie hat sich auch das magische Wirklichkeitsverständnis epidemisch ausgebreitet (Reichsbürger, Coronaleugner, Querdenker etc.) Wir leben in Zeiten, in denen die Niederlage der Vernunft – und damit des selbstkritischen Reflektierens offensichtlich ist.

Und dazu stellt sich noch eine offene und spannende Frage: Ist die Kirche noch zu retten, wenn sogar der ehemalige Papst (sein Leitmotto „Diener der Wahrheit") zugibt, gelogen zu haben? Viele Katholiken erblicken im „Synodalen Weg", der im Moment in Frankfurt tagt, eine letzte Chance.

 

***

 

 

Wissen Sie, was ein „Lügenwäscher" oder ein „Klotzprediger" ist?

Schon in der Frühen Neuzeit gab es einen reichen Schatz an Schimpfwörtern, gegen die unsere heutigen verblassen und wenig bildlich sind. Zwei Mitarbeiter im Mainzer Akademieprojekt „Controversia et Confessio" haben 95 dieser „Perlen der frühneuzeitlichen Streitkultur" zusammengetragen, kommentiert und erläutert. Hier finden Sie eine Liste mit „Schimpfworten des Monats":

  

Controversia et confessio

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Die Bibel ist das Werk einer kulturellen Leistung, die auch Freireligiöse kennen sollte. Was sagen uns die uralten Mythen der Bibel heute? Der unterhaltsame Podcast  „Unter Pfarrerstöchtern“ will niemanden bekehren, sondern erzählen und zum Nachdenken anregen: Was steht eigentlich drin im sog. Buch der Bücher? Die Autorinnen sind Schwestern. Als Pfarrerstöchter sind sie mit der Bibel aufgewachsen.

Unter Pfarrerstöchtern

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„Das Sterben ist zu wichtig, um es dem Tod alleine zu überlassen" unter diesem Motto lassen sich auf einem weltlichen Trauerportal (laut Selbstaussage: „ohne religiöse Belästigung") kostenfrei Trauersprüche, Bilder und  Rahmen herunterladen. So kann man eigene Traueranzeigen oder Nachrufe gestalten oder gar die eigene Trauerfeier plus Trauerrede. Zudem gibt es Hintergrundinfos zum Thema „Suizid" sowie zu den unterschiedlichen Formen der Bestattung und der Trauerfeier.

Weltliches Trauerportal

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Was bedeutet ein Kreis? Nur eine einfache geometrische Figur? Als Mutter aller Formen bietet er Platz für viele Assoziationen. Er steht für Unendlichkeit, für Vollkommenheit, für den Lauf der Natur, für unsere Erde, für Alpha und Omega ... Es war Leonardo da Vinci, der aus freier Hand einen vollkommenen Kreis zeichnen konnte. Eine Kunst probieren Sie das mal! Kreis, Rad, Sonnenrad. Wird ein Kreuz- bzw. Plus-Zeichen hineingezeichnet, haben wir das Symbol unserer Gemeinde. Es kann mit Bedeutung aufgeladen werden. Inspirationen dazu bietet das „Museum für angewandte Kunst" in Köln:

The Circle - der Kreis

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Es war der Psychotherapeut Victor Frankl, der mal gesagt hat:

 

Für gewöhnlich sieht der Mensch nur das Stoppelfeld der Vergänglichkeit; was er übersieht, sind die vollen Scheunen der Vergangenheit.

 

Zugang zu den vollen Scheunen ist durch ein gesprochenes Vermächtnis im Projekt „Familienhörbuch" zu finden. Es ermöglicht Hörbücher für Hinterbliebene und richtet sich in erster Linie an schwerkranke Mütter und Väter, die ihren Kindern mit der eigenen Stimme etwas hinterlassen wollen. D. h. die eigene Stimme wird zu einem Abschiedsgeschenk.

 

Familienhörbuch

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Religionen sind nicht in Büros, Klassenzimmern oder Bibliotheken entstanden, sondern: 

„Die Religionen sind entstanden, wo Menschen sich in der Natur umgeschaut haben oder sich um ihre Liebsten sorgten, als sie selbst krank waren, hungerten oder sich verloren fühlten, bei der Geburt eines Kindes oder beim Tod der Eltern, also mit den wichtigsten Ereignissen, die es im Leben der Menschen gibt ..."

Das ist ein Zitat aus dem neuen Buch von Navid Kermani „Jeder soll von dort, wo er ist, einen Schritt näher kommen. Fragen nach Gott" ein Jugendbuch, empfohlen ab 14 Jahren.

 

LINK

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Es folgt eine kleine ermutigende Geschichte von Vertrauen und Mut.  Sie zeigt, dass wir alles in uns haben, was wir gerade brauchen:

 


(Standbild aus dem Videoclip mit Maria Joao Pires)

 

Wir sehen die portugiesische Pianistin Maria Joao Pires: sie sitzt am Flügel, voller Saal, sie hört die ersten Töne des Orchesters (Mozart, Klavierkonzert Nr.20) und merkt voller Entsetzen und Panik: sie hat das falsche Konzert einstudiert! Wir sehen den Moment des absoluten Schreckens, des Schocks bis kurz vor Ohnmacht im Gesicht der Pianistin. Ihre Fassungslosigkeit bis hin zur Erklärung des Dirigenten, der ihr zuredet, dass sie das nicht einstudierte Stück KANN, weil sie es doch in der letzten Saison gespielt hat ... Er macht ihr Mut. Nach einigem Hin und Her und großer Verzweiflung  spielt sie schließlich los: mit blindem Vertrauen. Sie lässt sich auf die Musik ein, der Körper löst sich aus der Starre sie hat alles parat, sie hat alles IN SICH was sie braucht. Schauen Sie sich diese kleine Aufnahme an:

 

LINK

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Mit einer

 

 Kurzbesinnung

 

über die Einheit hinter den Gegensätzen verabschiede ich mich von den „Grüßen aus der Freireligiösen Gemeinde Mainz" (vor 2 Jahren gedacht als kleiner Ersatz für fehlende Präsenzveranstaltungen) und hoffe natürlich, dass damit auch die Pandemie bald ein Ende hat.

 

Ihre

 

Elke Gensler

 
Freireligiöse Gemeinde Mainz FREIRELIGIÖSE GEMEINDE MAINZ
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gartenfeldstraße 1         55118 Mainz
Tel.  0 61 31 /  67 49 40
freireligioese-gemeinde-mainz.de
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Newsletter Nr. 35     –
     3. Januar 2022

Weniger Rede, mehr Gedanken,

weniger Interessen, mehr Gemeinsinn"

 

 

diesem Neujahrswunsch des vor 100 Jahren ermordeten Walther Rathenau können sich die meisten Menschen anschließen. Für 2022 wäre es vielleicht wünschenswert, wenn wir die Pandemie mit größerer und globalerer Solidarität angehen.

 

 

 

Zur Wintersonnenwende feierten die Germanen den Tod des alten und die Geburt des neuen Jahres. Tatsächlich erinnert der Anfang eines neuen Jahres an die Geburt eines Kindes: alles ist noch offen. Die jüdische Philosophin Hannah Arendt hat die  „Natalität"  (verdeutscht: Gebürtlichkeit) in die Philosophie eingeführt. Dabei merkte sie kritisch an, dass sich die meisten Philosophen (!) vorwiegend mit der Sterblichkeit (z. B. Heideggers „Sein zum Tode") statt mit dem Geborensein als Grundbedingung menschlicher Existenz beschäftigen. Einen schönen Gedanken von Arendt zum neuen Jahr möchte ich weitergeben:

Wir sind  „nicht geboren, um zu sterben, sondern im Gegenteil, um etwas Neues anzufangen" (aus „Vita activa")

 

 

 

Eine freundliche Einladung zum Humanismus erwartet Interessierte im neuen Buch des religionskritischen Philosophen Joachim Kahl. Darauf können sich Leserinnen und Leser freuen:

Humanismus - eine Einladung

  

 

Fehlt Ihnen manchmal auch das passende Wort, um damit eine Argumentation zu veredeln? Eine überschaubare Sammlung von Zitaten und Aphorismen rund um das Spektrum „Religion" von Goethe bis Voltaire findet sich hier:  

Sprüche


Wer sich nicht gern als „religiös" bekennt, spricht lieber von „Spiritualität". Das ist ein etwas schillernder Begriff: Für die einen ist er Ausdruck eines bewussten alternativen Lebensstils (beispielsweise als Veganer), für die anderen bedeutet er Kontaktaufnahme mit einer übersinnlichen Wirklichkeit. Nicht-Gläubige scheinen der Spiritualität nicht im gleichen Maße zugänglich zu sein wie Gläubige. Was hat das mit Corona zu tun? Es gibt z. B. die Erzählung, dass Impfen das Karma beschädigt oder die Idee, dass man durch Impfen als Untertan gefügig gemacht werden soll. In einem Interview mit einem Religionswissenschaftler wird gefragt: Hat die Impfunwilligkeit einiger Menschen mit einer spirituell ausgerichteten esoterischen Bewegung zu tun?

Übrigens: Der Kommentar in der „Buchempfehlung" von Herrn Stephan Mögle-Stadel in 1/2022 (S.19) von „Wege ohne Dogma" spiegelt hoffentlich nicht die Meinung vieler Leser*innen dieser Zeitschrift.

Spiritualität und Corona


 

„Ohne Gott fehlt nichts"

 

Das ist der Titel einer älteren Folge des Funkkollegs „Religion, Macht, Politik". Zugleich eine schöne Informationsquelle für Freireligiöse:


LINK - Hessischer Rundfunk

Aus anderer Perspektive hier  ein lesenswerter Artikel aus der NZZ mit dieser Frage

 

„Was fehlt, wenn Gott fehlt?"

LINK - Neue Züricher Zeitung

 

„Mensch Gott" ist der Titel eines soeben erschienen Buches von Wolf Biermann. Versammelt sind Gedichte und Texte aus fünf Jahrzehnten. Zeugnisse eines Ungläubigen im lebenslangen Disput mit Gott und mit „Gottes Bodenpersonal" aus allen Glaubensrichtungen. Hier eine Leseprobe:

 

„Mensch Gott"

In unserer Geschichte stand Gedankenfreiheit häufiger in Flammen.

Die demonstrative Zerstörung von missliebigen Büchern durch Feuer gilt als Extremfall der Zensur. Einen interessanten Blick darauf bietet die Deutsche Nationalbibliothek:


Zensur

„Wir haben genug geliebt und wollen endlich hassen!"

Hass ist das Thema einer Stuttgarter Ausstellung. Abgebildet wird das ganze Spektrum vom Hass auf Minderheiten, Politik, Frauen, Nationen, Juden... Ein Blick in die Ausstellung:


„Hass. Was uns bewegt"

Zum Schluss ein kleine Empfehlung für Menschen mit Einschlafproblemen: Dieser Podcast liest Wikipedia-Einträge so langweilig vor, dass Sie garantiert einschlafen (unser Eintrag  „Freireligiöse Bewegung"  ist natürlich nicht dabei):

 

Einschlafen mit Wikipedia

 

 

Mit dem Wunsch „Sorge nicht" (F. Schleiermacher) aus der

 

  Kurzbesinnung

 

grüße ich zum neuen Jahr

 

Elke Gensler

 

 

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Newsletter Nr. 34     –     29. November 2021

 


Schau genau:

Nur die Kerze

kannst du entzünden,

nicht das Licht!

 

Mit diesen Worten von Elmar Gruber lässt es sich in die etwas unsichere Vorweihnachtszeit gehen.

 


Brand- oder Friedensstifter? Über Religion oder Nicht-Religion wird immer wieder debattiert . Es gibt zur Zeit ein Forschungsprojekt der Universität Leipzig zu dem Thema  „Ohne Gott und gegen die Kirche? Organisierte Konfessionslose in Deutschland". Im Rahmen dieser digitalen Umfrage werden die Teilnehmenden  aufgefordert,   selber über die eigene Position im Umfeld Freie Religion/ Humanismus/ Säkularismus nachzudenken. Die Methode besteht darin, eine vorgegebene Antwort anzukreuzen, bzw. sich selber in ein Spektrum einzuordnen. Bis zum 10. 12. lässt sich die Seite anklicken. Sie ist auch einfach zum Überdenken  des eigenen Standpunkts spannend und empfehlenswert. Zur Beantwortung der Fragen sollte man sich ca. 15 Minuten Zeit nehmen.

Umfrage Uni Leipzig

 

 


Erinnern Sie sich auch so gern an die Augsburger Puppenkiste, z. B. an die vielen Abenteuer vom „Urmel aus dem Eis"? Es war der Kinderbuchautor und Schriftsteller Max Kruse (nein, nicht der Fußballspieler), der dieses niedliche Tierchen aus der Familie der Saurier erfunden hat. Max Kruse (übrigens Sohn der Puppenmacherin Käthe Kruse) war überzeugter Humanist, der an die Evolution des Wissens und des Humors glaubte. Er starb 2015. Anlässlich seines 100. Geburtstages erinnert die „giordano-bruno-stiftung" in einem Video an ihn:


Max Kruse



Querdenker bieten allen möglichen Strömungen ein fragwürdiges Sammelbecken. Unzufriedene Menschen verbinden sich mit Feinden der Demokratie und basteln  sich über Verschwörungsmärchen ein bizarres Weltbild. Von der Vernunft hat man sich verabschiedet. Eine nicht repräsentative Studie fragte: Wer sind die Querdenker? Eine sehr kurze erstaunliche Antwort:


LINK: ZDF

Aus der Serien „Aufrechte Demokraten" gibt es seit dem 9. November, dem Tag an dem er 1848 standrechtlich in Wien erschossen wurde, eine 80er Sonderbriefmarke mit dem Portrait von  Robert Blum. Der Bundespräsident selber hat die Marke kenntnisreich vorgestellt. Die historischen Fakten über VorkämpferInnen der Demokratie berühren auch die Geschichte unserer Bewegung:

  

Robert-Blum-Briefmarke Vorstellung Steinmeier

   


Das Hambacher Schloss ist zur Zeit ein weithin sichtbarer Leuchtturm der Demokratie. Eine Licht- und Klanginstallation lässt den geschichtsträchtigen Bau (1832 traten hier Menschen für bürgerliche Freiheitsrechte, für die deutsche Einheit und für ein solidarisches Europa ein) tatsächlich in einem ganz  besonderen Licht erscheinen. Zu sehen ist eine Installation, die den Titel „licht.atem: demokratie“ trägt, bis zum 16. Dezember. Danach beginnt vom 17. bis 19. Dezember eine weitere Bildsequenz .  Hier ist ein Eindruck:

 

Lichtinstallation Hambacher Schloss


  

 Der Inhalt dieses Adventskalenders macht nicht dick, sondern schärft den Verstand: Im Krimi-Adventskalender sind die Seiten verschlossen und das  Auftrennen ist etwas für Menschen, die sich einmal in die Rolle eines scharfsinnigen  Ermittlers versetzen möchten.

  

Krimi-Adventskalender

Folgende heitere Weihnachtsgeschichte ist inzwischen wohl bekannt. Weil sie so schön ist, hier noch mal die Frage "Was wäre geschehen, wenn die 3 Heiligen Könige 3 Heilige Königinnen gewesen wären?" (Video)


Drei Heilige Königinnen



Das Grau des Novembers wandelt sich in das Lichtermeer des Dezembers und erlebt mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember einen Höhepunkt.

Mit einer

 

 

  Kurzbesinnung

 

 

wünsche ich Ihnen trotz aller Corona-bedingten Schwierigkeiten

eine lichtvolle Advents-und Weihnachtszeit

 

Elke Gensler

 

 

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